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STIFTUNG-GEORGENHOF Blankenburg


PLZ, Ort: 38881 Blankenburg
Straße: STIFTUNG-GEORGENHOF
Kontaktperson: Wolfgang Siebert
Telefon-Nr.: 05331 802 - 206
E-Mail-Adresse:
Homepage: www.stiftung-georgenhof.de/
   
STIFTUNG-GEORGENHOF Blankenburg
Beschreibung:
Ansprechpartner und Verantwortlicher für diese Seite

Wolfgang Siebert (Vorstandsvorsitzender)
Eschenweg 16
38302 Wolfenbüttel
Telefon: 05331 802 - 206
Telefax: 05331 77103

Es ist eine sehr seltene Erscheinung, daß eine Stiftung, auch wenn sie auf Dauer angelegt ist, über Jahrhunderte hinweg Kriege, Plünderungen, Seuchen, Hungersnöte, Geldentwertung, Revolutionen und Katastophen übersteht. Zwar gibt es einzelne Stiftungen, die älter sind als die fast 800-jährige Stiftung St. Georgenhof zu Blankenburg, doch befindet sich im Bereich des ehemaligen Herzogtums Braunschweig keine einzige davon.

Was macht diese Stiftung so dauerhaft? Stiftungen haben immer mit viel Geld zu tun. Für Graf Siegfried von Blankenburg war es sicher ein großer wirtschaftlicher Verlust gewesen, so viele reiche Ländereien für die Stiftung herzugeben.
Warum tat er das? Gewiß hat dies viel mit seinem christlichen Glauben zu tun. Es ging ihm darum, mit den Lepra kranken Kreuzfahrern notleidenden Nächsten zu helfen, die um ihres Glaubens willen große Opfer auf sich genommen hatten. Sie hatten, weil sie es nicht besser wußten, nicht hinnehmen wollen, daß die heilige Stadt Jerusalem an die Heiden fiel. Über vieles von den Kreuzzügen denken wir heute anders, aber trotz alle dem war es der christliche Glaube, der Graf Siegfried dazu veranlaßte, einen großen Teil seines Vermögens für die Stiftung herzugeben.

Doch nicht nur der Landesherr, auch all die anderen Blankenburger waren schon damals fromme Leute. Und unter ihnen mögen damals auch viele gewesen sein, die um ihres Glaubens willen an den Kreuzzügen teilgenommen hatten. Auch wenn wir heute vieles aus der Zeit der Kreuzzüge in einem anderen Licht sehen, so war doch die Frömmigkeit der Menschen damals bestimmend für sie, Opfer auf sich zu nehmen und an den Kreuzzügen teilzunehmen. Und das hatte zur Folge, daß viele der Kreuzfahrer unheilbar an Lepra erkrankt zurück kamen und ohne Hilfe waren.

Ihnen wurde im Georgenhof von dessen Mitarbeitern unter Inkaufnahme eigener Ansteckung selbstlos geholfen. Und manch einer mag sein Leben dafür hingegeben haben. So ist die Stiftung denn nicht nur eine Stiftung des Landesherren, sondern auch der Blankenburger selbst. Auch später, als der Georgenhof als Armen- und Altenhaus diente, bestimmte praktizierte Nächstenliebe das Wirken der Stiftung, wie man das auch heute noch in der alten Satzung der Stiftung nachlesen kann.

Das galt auch in der Zeit des dritten Reiches, als Pfarrer Lachmund im Georgenhof unter Einsatz seiner Existenz für seinen Glauben eintrat, Gefangene im KZ besuchte und tröstete und dafür sorgte, daß ihre Familien keine Not litten.
In der DDR-Zeit nach dem Jochwechsel ist der Georgenhof "Volkseigentum“ gewesen, ohne dem Volk wirklich zu gehören. Mögen die Blankenburger ihn nun, nachdem der Georgenhof wieder zur Stiftung gehört, wahrhaft als Ort der Besinnung, der Hilfe und auch des Glaubens in Besitz nehmen. Und mögen der Stiftung viele Spender aus nah und fern dabei helfen, daß dieses Ziel erreicht werden kann.

 

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