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Dom und Domschatz zu Halberstadt


PLZ, Ort: 38820 Halberstadt
Straße: Domplatz 16a
Kontaktperson: Domschatzverwaltung
Telefon-Nr.: 03941 - 24 23 7
E-Mail-Adresse:
Homepage: www.dom-und-domschatz.de/
   
Dom und Domschatz zu Halberstadt
Beschreibung:
Der Halberstädter Dom

Einer der schönsten Kirchenbauten der Gotik

Der Halberstädter Dom St. Stephanus und St. Sixtus wurde zwischen 1236 und 1486 errichtet. Er ersetzte einen ottonischen Vorgängerbau (Weihe 992), dem bereits eine karolingische Bischofskirche vorausgegangen war. Das Bistum Halberstadt, eines der bedeutendsten des Reiches, bestand von 804 bis 1648.

Beim Eintritt durch das Westportal öffnet sich den Besuchern eindrucksvoll der lang gestreckte Innenraum. Hohe Gewölbe überspannen das Mittelschiff und finden im Vierungsstern ihren Höhepunkt. Der Blick folgt dem Rhythmus der Pfeiler, beginnend am romanischen Taufstein im Westteil der Kirche bis zu einer filigranen Lettnerhalle, die den Hohen Chor vom Querhaus trennt. Hier erhebt sich die um 1220 entstandene Triumphkreuzgruppe, das hervorragendste Kunstwerk des Domes. In den Fenstern des Chorumganges leuchten farbige Glasmalereien. Als architektonisches Kleinod bildet die Marienkapelle aus der Mitte des 14. Jahrhunderts den östlichen Abschluss des Kirchenbaus.

Der Halberstädter Domschatz

Einer der kostbarsten Kirchenschätze der Welt

Am Halberstädter Dom kann ein umfangreicher Kirchenschatz unmittelbar bei seinem ursprünglichen Nutzungsort studiert werden. Es handelt sich um ein einzigartiges Ensemble mittelalterlicher Kunstwerke – das größte, das in Deutschland bei einer Kirche erhalten geblieben ist. Die Bewahrung der mittelalterlichen Ausstattungsstücke ist einem konfessionell gemischten Domkapitel zu verdanken, das zwischen 1591 und 1810 für die Kathedrale und ihre Ausstattung Sorge trug.

Alle im Mittelalter gebräuchlichen Kunstgattungen sind im Domschatz vertreten – Altarbilder und Skulpturen, Handschriften und Mobilar, Bronzewerke und Goldschmiedearbeiten. Weltberühmt sind die Meisterwerke der Textilkunst. Etwa 90 liturgische Gewänder zeugen von der Pracht des Gottesdienstes am Dom. Vor allem beeindrucken die drei monumentalen romanischen Wandteppiche, darunter mit dem um 1150 gefertigten Abrahamsteppich der älteste gewirkte Bildteppich Europas.

In der Schatzkammer werden prächtig geschmückte Reliquiare, Altargerät und Elfenbeinschnitzereien gezeigt, darunter auch Kunstwerke aus byzantinischen und islamischen Werkstätten. Als größte Kostbarkeiten gelten ein spätantikes Konsulardiptychon (um 414) und die prunkvolle Weihbrotschale aus Konstantinopel.

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