Freiwillige Feuerwehr Drübeck
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Im Jahr 1910 drängt der königliche Landrat auf die Bildung der Freiwilligen Feuerwehren. In einer Gemeindevertretersitzung am 28.6.1910 wurde in Drübeck die Einrichtung einer Feuerwehr und die damit verbundenen Kosten durch Beschlussfassung mit großer Mehrheit abgelehnt. Aber schon ein Jahr später ist man anderer Meinung. Der königliche Landrat nimmt an einer Sitzung der Gemeindevertretung teil und überzeugt dieselbe von der Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehr.
Jetzt werden von der Gemeinde die Kosten für die Ausrüstung übernommen, sogar eine Entschädigung von 50 Pfennigen zahlt die Gemeinde den Feuerwehrmännern, wenn sie in anderen 0rtschaften eingesetzt werden.
Es fanden sich 22 Bürger der Gemeinde Drübeck zusammen und gründeten am 6. Mai 1911 die Freiwillige Feuerwehr Drübeck. Später wird die Anzahl der Mitglieder auf 30 festgesetzt. Die Gesamtkosten für die Ausrüstung lagen bei 941,- Mark und wurden am 28. September 1911 bewilligt. Auch für Übungen stellt die Gemeinde jetzt Geld bereit. Der Ortsbrandmeister beantragt eine Pauschalsumme von 100,00 Mark im Jahr. Sie wurde auch bewilligt.
Die Versorgung der Gemeinde mit Löschwasser macht nicht nur den Feuerwehrleuten, sondern auch der Gemeinde große Sorgen. So wird von der Gemeindevertretung am 22. August 1911 beschlossen, unterhalb des Schützenhauses eine Wasserstauung vorzunehmen. (Bau eines Teiches heute Parkplatz vom Schützenhaus) Auch der kleine Teich am Malzwasser und die Abflüsse bei der Försterei Öhrenfeld sollen wieder in Ordnung gebracht werden.
Bei Bränden wurde von der Gemeindekirche “Sturm“ geläutet. Die Feuerwehr bläst Alarm. Bei auswärtigen Bränden übernimmt das Alarmblasen nur die Feuerwehr.
Die Löschtechnik in den ersten Jahren des Bestehens der Feuerwehr bestand aus einer Handdruckspritzen, die von Pferden gezogen wurde. Das Spritzenhaus, ein einfacher Holzschuppen befand sich auf der Kreuzung Hauptstrasse/Steinweg. Hier wurde die einfache Technik untergestellt und die Gerätschaften aufbewahrt.
Während des I. und II. Weltkrieges war von der Gemeinde eine Pflichtfeuerwehr geschaffen worden‚ denn der größte Teil der Mannschaft war zum Militärdienst einberufen. In der Zeit des II. Weltkrieges wurde in der Mauer des Bergfriedes im Unterdorf ein Raum für Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr geschaffen. Eine Motorspritze stand der Feuerwehr bereits seit demn Jahr 1942 zur Verfügung. (Lieferschein für Koebe - Pumpe ist vom 04.12.1942) Nach Ende des Krieges gab es weder Wehr noch Wehrleitung, aber noch im Jahre 1945 fanden sich Kameraden zusammen und mobilisierten eine neue Mannschaft.
Im Laufe der Zeit wurde die Unterbringung der Technik zu einem Problem. Der Brandmeister Wilhelm Voigt machte den Vorschlag seine Scheune, die nicht mehr genutzt wurde, zu einer Feuerwehrgarage mit Schulungsraum und Raum für Schläuche und Bunker für Kraftstoff, auszubauen.
Durch die Initiative der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr wurde dieses Projekt im Oktober 1968 fertig und die Einweihungsfeier fand am 7.10.1968 statt.
Nachdem die Feuerwehr eine neue Unterkunft bekommen hatte wurde noch im gleichen Jahr das über 100 Jahre alte Spritzenhaus, welches auf der Kreuzung Steinweg/Hauptstrasse stand, abgerissen.
Zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft erhielt die FFw Drübeck am 18.02.1981 ein fast neues Löschfahrzeug vom Typ „Robur“ (LO 2002 A) vom Rat des Kreises, welches vorher in Hasselfelde stationiert war. Mitarbeiter der Gemeinde kümmerten sich ungenügend um die Unterbringung der moderneren Technik. Aus diesem Grund wurde das Fahrzeug am 27.10.1981 wieder abgezogen und der Feuerwehr Abbenrode übergeben.
Das vorhandene Hilfs- und Zugfahrzeug wurde am 11.07.1986 zur Verschrottung abgezogen. Am gleichen Tage erhielte die FFw ein anderes Hilfs- und Zugfahrzeug vom Typ „Phänomen Garant K30“‚ welches bisher in der Feuerwehr Silstedt zum Einsatz gekommen war.
Bereits am 23.05.1990 wurde mit der Feuerwehr Westerode, Landkreis Goslar, ein Partnerschaftsvertrag abgeschlossen.
Im Jahr 1991 feierte die Freiwillige Feuerwehr Drübeck ihr 80-jähriges Bestehen. In diesem Jubiläumsjahr hatte die Wehr 75 Mitglieder, davon waren 15 Frauen.
Im August 1991 wurde der Freiwilligen Feuerwehr ein TSF (Ford Transit) vom Kreisbrandmeister des Landkreises Goslar Manfred Friedrich geschenkt. Dieses Fahrzeug war zuvor in der Gemeinde Liebenburg im Einsatz.
Aufgrund der Initiative der Kameraden Volker Wiedenbein und Gerhard Festerling war es möglich, dass die Freiwillige Feuerwehr im März 1993 einen „Robur“ LO 2002A vom Ilsenburger Radsatzwerk übernehmen konnte. Die dortige Betriebsfeuerwehr wurde aufgelöst und der Feuerwehr Drübeck wurde das Fahrzeug geschenkt.
Im Jahre 1993 wurden die ersten 10 Funkmeldeempfänger gekauft und die Wehr damit ausgerüstet. Seitdem ist eine stille Alarmierung der Wehr (ohne Sirene) möglich. Weiterhin wurden 5 Handsprechfunkgeräte angeschafft.
1994 wurden 4 Atemschutzgeräte der Firma DRÄGER beschafft.
1995 begann die Wende für die Unterbringung der Technik und Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Drübeck, denn die Planung zum Bau eines neuen Gerätehauses wurde beschlossen.
Im Jahr 1996 war der lang ersehnte Baubeginn des neuen Gerätehauses erfolgt.
Am 01.11.1997 war die Übergabe des Gerätehauses durch den Bürgermeister an die Freiwillige Feuerwehr.
1997 wurde der Kauf eines neuen Löschfahrzeuges mit Fördermitteln beantragt.
Am 26.11.1998 konnte das neue Löschfahrzeug, ein IVECO MAGIRUS LF 8 / 6, von Weisweil nach Drübeck überführt werden.
Am 06.01.1999 erfolgte die offizielle Übergabe des neuen Löschfahrzeuges durch den Bürgermeister an die Wehr. Der Einsatz des TSF Ford-Transit ist nicht mehr notwendig, somit wird dieses Fahrzeug außer Dienst gestellt.
Im Juni 2000 wurde für die Jugendfeuerwehr ein Zelt angeschafft.
Ein Hochdrucklöscher der Firma AUER wurde September 2000, zur Bekämpfung von Entstehungsbränden, gekauft.
Einsatzschutzkleidung, nach neuesten Vorschriften, erhielten die Mitglieder der FFw im November 2000.
Am 12.05.2001 wird mit einem Tag der offenen Tür feierlich das 90 - jährige bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Drübeck begangen. |
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