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Schaubergwerk Büchenberg


PLZ, Ort: 38875 Elbingerode
Straße: Büchenberg
Kontaktperson: Schaubergwerk Büchenberg
Telefon-Nr.: 039454-42200
E-Mail-Adresse:
Homepage: www.schaubergwerk-buechenberg.de/
   
Schaubergwerk Büchenberg
Beschreibung:
Der Bergbau im Elbingeröder Komplex reicht gut 1000 Jahre
zurück. Die reichen und ergiebigen Eisenerzlagerstätten der
Elbingeröder Hochfläche dürften wohl auch der Anreiz für
deren Besiedlung gewesen sein.
Anfangs wurde der Bergbau in Form von Tagebauen, im Harz
Pingen genannt, betrieben. Diese Pingen, die bis zu 50 m tief
waren, markieren den Ausbiß der Erzlagerstätten.
Nördlich von Elbingerode ist dieses am sogenannten Büchen-
berger Sattel vielfach zu sehen. Nachdem der oberflächigen
Ausbeutung der Lagerstätten in den Pingen durch Wasser-
probleme Grenzen gesetzt waren, wurden die Erzlager ab
Mitte des 18.Jahrhunderts von Stollen angefahren.
Anfänglich nur zur Entwässerung der Pingen gedacht, dienten
die Stollen zunehmend der Fahrung, Bewetterung und der
Förderung. Die Erzgewinnung um Elbingerode erfolgte haupt-
sächlich in den Revieren am Bomshey, Büchenberg, Gräfen-
hagensberg, Hartenberg und am Großen Graben. Das Erz
wurde dann in den nahe gelegenen Hütten an der Bode
verarbeitet.

Die Blütezeit des Elbingeröder Bergbaus dürfte in die Zeit
des 16. Jahrhunderts fallen und dauerte bis zum 30jährigen
Krieg. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurde um
Elbingerode mit unterschiedlicher Intensität Erz gewonnen,
bis im Jahre 1925 der Bergbau infolge der allgemeinen
wirtschaftlichen Krise und großem Wettbewerbsdruck aus
dem Ausland völlig zum Erliegen kam. Erst 1936 nahm man
den Bergbau am Büchenberg und im Bereich des Großen
Grabens wieder auf. Die beiden Grubenbetriebe lieferten
Erze für die Rüstung.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden beide Betriebe verstaatlicht.
Die Grube "Drei Kronen 8 Ehrt" förderte als einziges Berg-
werk der DDR Pyrit (heute ebenfalls als Bergbaumuseum
zugänglich gemacht), am Büchenberg wurde weiter Eisenerz
abgebaut. Die am Büchenberg geförderten Erze wurden
mittels einer 1936 bis 1940 gebauten, 8650 m langen
Drahtseilbahn nach Minsleben transportiert. In Minsleben
bei Wernigerode erfolgte eine Verladung in Bahnwaggons,
womit dann der weitere Transport nach Calbe/Saale zum
einem Niederschachtofenwerk erfolgte. Der Niederschacht-
ofenprozeß in Calbe wurde eigens für die Büchenberger Erze
entwickelt und basierte auf dem Einsatz von Braunkohle-
Hochtemperatur-Koks. Auf Grund der wirtschaftspolitischen
Entwicklung (Erzimporte aus der damaligen UdSSR) wurde
der Bergbau am Büchenberg 1970 eingestellt. Danach
wurden die Übertageanlagen als Ferienobjekt genutzt.

Die Führung beginnt im Empfangsgebäude mit dem Gruß der Bergleute "Glück Auf".

In diesem Raum befinden sich zahlreiche Vitrinen mit Ausstellungstücken, Dokumenten und Modellen. Sehr anschaulich wird hier die Geschichte der einstigen Erzgrube dargestellt und erzählt.

Im Anschluss geht es ins Freie, dort wo einst die Loren die Grube verließen um dann per Seilbahn bis nach Minsleben befördert wurden. Auch das letzte Zeugnis dieser 8,65 km langen Seilbahn, ein Mast, und die Transportrichtung werden dem Besucher nicht verborgen bleiben.

Nun wird in den Berg "eingefahren" und dabei 145 Stufen überwunden. Angekommen auf der "Sohle" steht der Besucher vor einer gewaltigen Antriebsstation mit einem 17-kw Schleifringmotor, welcher noch Funktionstüchtig ist.

Von hier aus geht es weiter zum Erzbunker und einer "Rollenschnauze". Hier wurden die Loren im Minutentakt befüllt um auf die Reise geschickt werden zu können.

Vorbei an einer Streckenführung, einem Sprengschema gelangt man zum Schacht und dessen Umfahrung. Hier erwartet den Besucher der schönste geologische Aufschluss in Europa.

Weiter geht es vorbei an einer Reihe von Bergbautechnik der verschiedensten Art zu einem Querschlag.

Diesen verlassen eröffnet sich dem Besucher ein riesiger roter Raum. Ein Erzabbaufeld mit Rollen und Schrapper.

Eine ältere Rollenschnauze und ein "Alter Mann" grüßen die Besucher, bevor eine Reihe verschiedener Pokalausbauten auch die gefährliche Arbeit der Leute unter Tage zeigen.

Wieder in der Antriebsstation angekommen, erwartet dem Besucher nun die schwerste Aufgabe. Es geht die 145 Stufen aufwärts zum Ausgang des Schaubergwerkes.

 

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Schaubergwerk Büchenberg

 
         
 
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