Jerstedt
| PLZ, Ort: |
38644 Goslar |
| Ortsteil: |
Jerstedt |
| Straße: |
Vor dem Nordhees 1 |
| Kontaktperson: |
Manfred Ahrens |
| Telefon-Nr.: |
05321 8882 |
| E-Mail-Adresse: |
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| Homepage: |
www.jerstedt.com |
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| Beschreibung: |
Jerstedts Geschichte
Jerstedt war bis 1964 ein kleiner Ort mit ca. 1300 Einwohnern. Es drehte sich damals schon alles um Goslar, die Kaiserstadt am Nordharz, was sich bis heute nicht geändert hat. Nur Jerstedt hat sich zu einem Ort mit einer guten Infrastruktur gemausert. Die Weichen dafür wurden noch zur Zeit der Eigenständigkeit der Gemeinde Jerstedt gestellt. Es liegen mehrere Bebauungspläne für verschiedene Bebauungsgebiete vor. Im Jahre 1950 begann man Pläne für ein Gewerbegebiet zu erstellen. Inzwischen gibt es die Gebiete Jerstedt Ost I (1962), Ost II (1963-66), Ost III (1973) und Ost IV (1996). Flächennutzungspläne liegen für Wohn- und Gewerbegebiete vor.
Die Einwohnerzahl ist im Verlauf der Zeit ständig gestiegen und es ist sehr lebhaft hier geworden. Am 1.April 1939 zählte Jerstedt noch 860 Einwohner, was sich jedoch schon am 1.November 1946 durch die Eingliederung von Flüchtlingen auf 1526 Einwohner ändern sollte. Am 1.Januar 1966 zählte Jerstedt 1326 Einwohner. Zu dieser Zeit verzeichneten wir eine Ansiedlung von mehreren gewerblichen Betrieben. 1972 lebten bereits 1826 Einwohner im Dorf und 1991 waren es 1853 Menschen. Zum 31.12.2001 stieg die Zahl der Bewohner auf 2127. Heute haben wir eine Einwohnerzahl von 2202 (Stand: 31.12.2004).
Bereits seit 1894 verfügt Jerstedt über eine zentrale Wasserleitung, die 1959/60 erneuert worden ist. In den Jahren 1962 bis 1965 wurde die Vollkanalisation geschaffen. Durch das 1970 fertiggestellte Brückenbauwerk im Zuge der B 6 wurde Jerstedt in ein Ober- und ein Unterdorf "gespalten". Derzeit wird seitens der Verwaltung die Anbindung des Gewerbegebietes an die B 6 geprüft, um so den Schwerlastverkehr aus dem Stadtteil fernzuhalten. Der innerörtliche Straßenzustand ist im Allgemeinen noch befriedigend.
Am 10.07.1972 wurde die Gemeinde Jerstedt im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform in die Stadt Goslar eingegliedert. Die Schaffung eines Ortsrates wurde bei der Eingliederung nicht vorgesehen. Zur Zeit werden die Jerstedter Bürger und Bürgerinnen durch zwei Ratsherren aus dem Ort vertreten. Trotz der verwaltungsmäßigen Eingliederung haben die Institutionen, Organisationen und Vereine des Ortes ihre Eigenständigkeit behalten und pflegen ihr eigenes Vereinsleben. Die örtliche Gemeinschaft drückt sich u.a. dadurch aus, dass regelmäßig ein Schützenfest, das Erntedankfest und alle zwei Jahre ein Scheunenfest unter Beteiligung fast aller Einwohner gefeiert werden. Besonders hervorzuheben ist, dass am 19.03.2003 eine Stadtteilgemeinschaft als e.V. gegründet werden konnte. Alle 11 Jerstedter Vereine und Verbände sind Mitglied. Zweck dieser Gemeinschaft ist es , als Sprachrohr gegenüber der Stadt Goslar zu fungieren.
Jerstedt verfügt über eine Gemarkung von rund 1.000 Hektar, von denen ca. 800 Hektar landwirtschaftlich genutzt werden. 100 Hektar sind Waldgebiet und 100 Hektar sind Wohn- und Gewerbegebiet. Die landwirtschaftliche Fläche wird von neun Haupterwerbsbetrieben genutzt. Die Betriebe liegen allesamt im alten Ortskern. Während sich südlich der Hahndorfer Straße das Wohnbaugebiet befindet, erstreckt sich nördlich davon das Gewerbegebiet. Hier siedelten sich bisher über 20 Gewerbebetriebe an, die inzwischen einige hundert Arbeitsplätze bereitstellen.
Zwei Banken, eine Arztpraxis, ein Lebensmittelgeschäft mit Fleischereiprodukten, eine Apotheke, eine Großbäckerei, ein Sattler, ein Friseur, ein Haushaltsgeräteladen, eine Gaststätte und ein Hotelbetrieb, die Grundschule und der Kindergarten bilden nach wie vor eine ausreichende Grundversorgung für die Einwohner Jerstedts.
Im Gemeinschafts- und Veransta1tungszentrum Mehrzweckhalle findet eine vielfältige Kommunikation statt. Während vormittags die Halle durch den Schulsport belegt ist wird diese nachmittags und abends durch sportliche Aktivitäten von Vereinsmitgliedern aus den Bereichen Tischtennis, Turnen, Prellball, Volleyball, Hallenfussball und vor allen Dingen von sechs Gymnastikgruppen von Kindern bis hin zu Senioren und einem Altenkreis regelmäßig genutzt. Durch Familienfeiern, Tanzveranstaltungen, Basare etc. sind auch an Wochenenden die Kapazitäten der Halle nahezu vollständig ausgeschöpft. Darüber hinaus bietet auch das Gemeindehaus der Kirchengemeinde ein umfassendes Angebot an Initiativen: Die MutterKind-Gruppen, der Bastelkreis, der Besuchsdienstkreis, der Bibelkreis, die Frauenhilfe und der Kindergottesdienstkreis finden hier eine Heimat. Somit ist ein großes Angebot an Betätigungsfeldern für Jedermann gegeben.
Durch Schaffung des Dorferneuerungsplanes wurde 1985 der Arbeitkreis Dorferneuerung von den Einwohnern mit der Maßgabe gewählt, die Maßnahmen aus dem Plan zu begleiten und die Interessen der Bürger zu vertreten. Nach Beendigung der Maßnahmen im Jahr 1994 ging der Arbeitskreis Dorferneuerung unmittelbar in den Arbeitskreis Dorfverschönerung über. Dieser besteht nunmehr auch schon 11 Jahre. Während die Verschönerungsmaßnahmen für den alten Ortsteil vorwiegend "erhalten" und "pflegen" bedeuten, konzentriert sich die Arbeit vermehrt auch auf die Verschönerung des Neubaugebietes Ost IV und die Integration der Neubürger in die Dorfgemeinschaft. So erfolgte u.a. bei allen Neubürgern von einigen "AltJerstedtern" ein Hausbesuch, um sie mit einem symbolischen Gastgeschenk (Hufeisen) willkommen zu heißen.
Der Blumenschmuck entlang des Dorfbaches ist inzwischen über die Grenzen Jerstedts hinaus, nicht zuletzt durch regelmäßige Berichterstattung in der Goslarschen Zeitung, den Menschen ein Begriff. Das lebensgroße Kunstwerk der "Wasserträgerin" ziert die Furt über den Dorfbach im Zentrum des alten Dorfes. Die beiden Begrüßungstafeln an den Ortseingängen Langelsheimer Straße und Hahndorfer Straße sind nicht nur Ausdruck der Aufgeschlossenheit gegenüber Besuchern und Gästen, sondern weisen auch noch auf das im alten Dorf vorhandene traditionelle Fachwerk mit roter Ziegeleindeckung hin. Auch an der Aktion ",Entente Florale 2005 - Eine Stadt blüht auf", hat sich Jerstedt aktiv beteiligt und insgesamt 16.500 Krokusse gepflanzt, die dem Ort im Frühjahr ein Blumenmeer beschert haben.
Damit sich Besucher und Gäste leichter orientieren können, weisen zwei Ortspläne unmittelbar an den Bushaltestellen den richtigen Weg.
Das markante Jerstedter Wappen (stilisierte Tanne auf rotem Grund) ist im Ortsbild mehrfach auf öffentlichen Flächen zu sehen. So ziert es u.a. im Neubaugebiet Ost IV den Einfahrtsbereich inmitten eines mit Blumen, Sträuchern und Bäumen bepflanzten Verkehrskreisels. Südlich davon wurde eine auf der Basis eines Findlings konstruierte Sonnenuhr ebenfalls in einen Verkehrskreisel integriert.
Es hat sich herausgestellt, dass durch das Engagement des Arbeitskreises Dorfverschönerung vieles zum Wohle des Stadtteils geschaffen wurde und somit die Wohn- und Lebensqualität der Menschen im Ort gesteigert werden konnte. So werden die Schaffung von Ruhebänken, Blumenkästen und die Bepflanzung von Grünflächen von Jung und Alt gleichermaßen begrüßt und angenommen. Viele Helferinnen und Helfer übernehmen freiwillig und ehrenamtlich Aufgaben im pflegerischen Bereich und tragen dazu bei, dass in unserem Ort das Alte bewahrt und Neues geschaffen wird.
1997 konnten wir 950 Jahre Jerstedt feiern. Wie aus alten Unterlagen hervorgeht hieß der Ort ursprünglich Gerstede, was schon auf den bäuerlichen Charakter hindeutet, ohne heute ein Kuhkaff zu sein. Um die Erhaltung des Dorfbildes und vor allen Dingen um die Erhaltung der Anlagen um den Dorfbach kümmert sich rührig der Arbeitskreis Dorfverschönerung. Hinter diesem Namen verbirgt sich kein geringerer als Helmut Paul, der sich allein schon dadurch um unseren Ort verdient gemacht hat. |
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