Zivildienst und Freiwilliges Soziales Jahr bei den Harz-Weser-WerkstättenEine sinnvolle Zeit |
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14.01.2006 - Harz-Weser-Werkstätten gGmbHZivildienst und Freiwilliges Soziales Jahr bei den Harz-Weser-Werkstätten Osterode: "Das bringt mir was!" ist Natalia überzeugt. Sie absolviert seit dem letzten Sommer ein freiwilliges soziales Jahr bei den Harz-Weser-Werkstätten. "Ich kann hier Erfahrungen mit Menschen machen, die Unterstützung brauchen, und das wird mir auch in meinem späteren Beruf helfen." Sie will Hebamme werden und überbrückt die Zeit zwischen Realschule und Ausbildungsbeginn mit ihrem freiwilligen Dienst.Verpflichtet zum Zivildienst sind Arne, Frederik und Tobias, aber mit dem Willen, das Beste aus ihrer Dienstzeit zu machen. "Wir haben uns für diese Zivildienststelle entschieden," sagt Tobias, "und dann gehen wir das Ganze auch positiv an!" Die vier jungen Leute sind in den Fördergruppen der Harz-Weser-Werkstätten in Osterode eingesetzt. Akzeptiert von den Betreuten unterstützen sie hier die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der täglichen Arbeit. Mit ihrer Hilfe können die hier betreuten Menschen mit schwersten Behinderungen noch intensiver begleitet werden, zum Schwimmen oder ins Bällchenbad, auf Spaziergängen oder beim Essen. Dass auch pflegerische Arbeiten erledigt werden müssen, finden sie nicht schlimm. "Daran gewöhnt man sich schnell!" Der Wechsel von der Schule oder dem Ausbildungsplatz in die Werkstatt für behinderte Menschen und die neuen Erfahrungen mit den ihnen fremden Menschen mit Behinderungen waren zunächst für alle eine Herausforderung. Die herzliche Aufnahme durch die Betreuten und die Mitarbeiter erleichterte ihnen das Einleben. Sie fühlen sich heute als vollwertige Teammitglieder. "Es wird begrüßt, wenn man Eigeninitiative zeigt und Verantwortung übernimmt - das finde ich gut!" meint Arne. So wie er sind die meisten der 14 Zivildienstleistenden in der Werkstatt Osterode davon überzeugt, dass sie etwas Sinnvolles machen. Sie entwickeln soziales Engagement und das Interesse an einem Bereich, mit dem sie bisher meist noch nichts zu tun hatten. "Die Erfahrungen, die wir hier machen, kann uns keiner mehr nehmen!" findet Frederik, und Tobias hat sogar mittlerweile beschlossen, nach Abschluss der Dienstzeit Sonderpädagogik zu studieren. "Auf jeden Fall haben wir alle unsere Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen abgebaut!" betont Natalia. Die Möglichkeiten, mit behinderten Menschen zu arbeiten, sind bei den Harz-Weser-Werkstätten breit gestreut. Außer im Förderbereich werden die Zivildienstleistenden und die Absolventinnen des FSJ als wichtige Zweitkräfte im Produktions- und Berufsbildungsbereich oder in den Wohnstätten eingesetzt. Die jungen Leute erfahren dabei, wie behinderte Menschen arbeiten und leben. Schnell fühlen sie sich zugehörig und kümmern sich intensiv um "ihre" Mitarbeiter oder Bewohner mit Behinderungen. Am Ende ihres Dienstes gehen die jungen Frauen und Männer meist mit dem Gefühl, eine Zeit erlebt zu haben, die sie als Person und oft auch auf dem beruflichen Weg weitergebracht hat. Die Zivildienstplätze und noch mehr die Plätze für das FSJ sind immer schnell vergeben. Schon im März läuft die Bewerbungsfrist für das FSJ ab. Deshalb sollten sich Bewerber schnell entscheiden. Informationen zum Zivildienst und zum Freiwilligen Sozialen Jahr gibt es auf der Homepage der Harz-Weser-Werkstätten unter www.h-w-w.de, per e-mail unter Pia.Kaisner@h-w-w.de oder per Telefon unter 05522/961316. zurück zur Übersicht Rubrik: Städte + Gemeinden um 5:49
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